Young IFA Talk

Young IFA Talk
 
 BITS 21, Schüler VZ und Schulen ans Netz im Gespräch auf der YOUNG IFA-Bühne von jugendnetz-berlin.de
 
Am 3. September 08 kamen im Rahmen des medien- pädagogischen Nachmittags auf der YOUNG IFA Sascha Neurohr und Maren Gaidies (SchülerVZ), Bettina Seiding (Schulen ans Netz) und Birgit Marzinka (Dozentin von BITS 21 in der WeTeK Berlin gGmbH) zusammen, um über medienpädagogische Fragen und Medienkompetenz zu diskutieren.
 
"Ist Medienkompetenz lehrbar?"
 
Unter dieser Fragestellung wies Bettina Sieding darauf hin, dass Medienkompetenz vielgestaltig ist und nicht nur technische, sondern vielmehr auch soziale Kompetenz und gestalterische Aspekte einschliesst. Medienkompetent zu sein, bedeutet nicht nur, sich Medienangebote nutzbar zu machen und zu gestalten, sondern diese auch immer wieder kritisch zu betrachten.
 
Hier ist es vor allem auch Aufgabe der Pädagogen/innen sich weiterzubilden, um Kinder und Jugendliche, die heute mit zahlreichen interaktiven Medienangeboten aufwachsen, medienpädagogisch zu unterstützen. So bringt es wenig, Kinder und Jugendliche vor den Risiken, wie Mißbrauch persönlicher Daten in Social Communities und Web 2.0 Praktiken zu warnen, betonte Birgit Marzinka. Sehr viel sinnvoller ist es, Ihnen z. B. im Rahmen einer Projektwoche zu zeigen, wie ein eigenes Weblog entstehen kann und somit durch aktive und selbständige Gestaltung der richtige Umgang erlernt wird.
 
Sascha Neurohr und Maren Gaidies haben die Notwendigkeit erkannt, Eltern und Lehrer durch gezielte Aufklärungsarbeit Skepsis und Berrührungsängste zu nehmen. Sie stellten ihr von SchülerVZ entwickeltes Lehrmaterial vor, was den Lehrern einerseits ermöglicht stärkeren Einblick in soziale Netzwerke zu erhalten, Sie anderseits befähigt mit Kindern und Jugendlichen einen selbstbewusten aber auch kritischen Umgang mit Selbstdarstellungen im Netz, Formen des Chattens und Verhalten in Communities zu üben.
 
Abschliesend waren sich die Talk-Gäste einig: Gezielte Bildungsarbeit, die die Kinder und Jugendlichen als "Medienmacher" einbezieht und ihre Medienaktivität unterstützt, stärkt und schützt vor "Gefahren" in sozialen Netzwerken.