Ergebnisse des Workshops "Medienpädagogische Konzepte integriert in der alltäglichen Arbeit"
Protokollant/in: Torsten Bachem
Moderator/in: Peggy Kessner
Ergänzende Fragestellung(en) des Plenums zum Workshopthema
Zur Arbeit in den Workshop: Vorstellungsrunde:
Wer kommt aus welcher Einrichtung? Welche Erfahrungen in (medien-) pädagogischer Projektarbeit wurden bisher gesammelt?
- vorwiegend Erzieher/-innen, zudem Lehrer/innen, Student/-innen, Stfitung demokratische Jugend
- Erzieher/-innen integrieren bereits mediale Arbeit in den Tagesablauf ->Kinder als Reporter
- viele Medienpädagog/-innen sehen sich als Einzelkämpfer in ihrer Einrichtung. Verneinende Einrichtung? Antwort "jain" -> keine oder wenig Unterstützung von Leitung, Technikausstattung oft schlecht -> wird mehrfach betont, Kidsmart wird wenigen Qualifizierten überlassen, andere wälzen es gerne ab
- Kinder unterstützen sich in Kitas gegenseitig, Lernen wird
- auch für Medienarbeit offene Kita sind relativ träge in der Umsetzung -> Regel für Kinder mussten in diesen Kitas eingeführt werden, Kitas suchen teilweise Anknüpfungspunkte für andere Bildungsbereiche -> Kinder lernen in diesen Kitas selbständig mit Medien umzugehen und diese zu nutzen
- Erzieher/-innen müssen oft zeigen, dass und wie man moderne Medien einsetzen kann
- oft wird Digitalkamera eingebunden, andere Medien seltener, wollen weiter lernen und das ausbauen
- erwähnt wird, dass Vor- und Nachbereitungen zu wenig Zeit eingeräumt wird, kommt oft gut an in Einrichtung, aber Arbeit wird nicht gesehen und einkalkuliert
- sogar Mittel und Materialien müssen selbst aufgebracht werden
- Medienbildung sogar schon in Konzept einer Kita aufgenommen -> Medien werden zur Selbstverständlichkeit
- Nutzen von Kidsmart wird anerkannt, Umsetzung ist verschiedenen
Kolleg/-innen sind oft sehr scheu im Umgang mit Computer
Aus dem Nähkästchen, bisherige Projekterfahrung:
- Digitalkamera und Vertonen kam bei Kindern oft gut an
- Internet wird im schulischen Kontext seltener genutzt z.B. selten zur Recherche bei den Hausaufgaben
- auch Videoarbeit, Kinder filmen allein
- Kinder arbeiten auch schon mit Bildbearbeitung, Drucker usw.
- Diktiergeräte, PC wird als schwieriger angesehen
- Bücher sind als Medium immer noch sehr aktuell und kommen gut an bei Kindern, Team für anderes oft weniger offen
- bereits Arbeitsgruppe Medien mit mehreren Erzieher/-innen gegründet -> gegeseitiges schulen
- Kita venetzt sich mit Radiosender, Tostudionnutzung, Kinder plane und gestalten Programme selbst
Ziel des Workshops:
- Ideensammeln
Fragestellungen aus der jeweiligen Workshopgruppe:
- Erzieher/innen suchen neuen Idee für Projekte
- Wie organisiert man die Zeit für derartige Projekte? wird nicht einkalkuliert und fällt im normalen Alltag nicht ab
- Wie kann man das dem Team schmackhaft machen und den Sinn verdeutlichen?
- Wo kann man sich Unterstützung holen? -> wenn Träger zu träge sind, an Fortbildungseinrichtung wenden, stellen auch Materialien
- Wie kann man Medienarbeit Eltern schmackhaft machen? Eltern sind ängstlich und haben teilweise eigene Regeln. Kinder haben aber dennoch Mediendrang! Wie geht man mit einzelnen Eltern um, die derartige Arbeit nicht unterstützen.
- Wo soll Arbeit hingehen? -> Strukturieren der medienpädagogischen Arbeit in der Einrichtung
Diskussionsverlauf (in Stichworten):
PART 1:
Wie kann man Medien ohne Medien machen?
- wenn Eltern prinzipiell gegen Medienpädagogische Arbeit in Kita eingestellt sind
-> Transparenz, Eltern einweihen und Arbeit darstelle und auch Grenzen verdeutlichen -> ist nur eine Methode und nicht Haupttätigkeit der Kita
- dennoch gibt es Familien wo Derartiges ein grundlegendes Tabu darstellt
- Herleitungen, Medien im Entwicklungsweg aufzeigen, bastelnd thematisieren
- Eltern überzeugen sich gegenseitig, besser Pro kommt von anderen Eltern als von Erzieher/-innen oder Institution -> läuft besser!
- Eltern durch Aushänge informieren, die sie beispielsweise beim Kinderabholen anschauen -> reicht oft schon um sie zu sensibilisieren
- Eltern bitten, ausgediente Geräte usw. beizusteuern
- themengebunde Elternabende
- CD brennen mit Fotos für Kinder und Eltern -> erzeugt wieder Transparenz
Was ist Medienpädagogik?
- kritischer Umgang, keine reine Technikompetenz -> das finden auch Eltern besser als Begründung für medienpädagogische Projekte
-Medienerziehung -> Medium ist ein Vermittler -> Medienarbeit bezieht sich eben nicht nur auf PC
Wie kann man Verknüpfungen zu anderen Bildungsbreichen herstellen?
Wie werden einzelne Medien verwendet?
Fotos:
- Fotomemory -> z.B.Bezug zum Körper herstellen, Mimik kennenlernen, Gegensätze; auch Buchstabenrallye -> Buchstaben suchen in Natur und fotografieren, Buchstaben in Schnee stampfen -> Nachhaltigkeit, erweiterbar
- Fotoreporter, Frühlingsmotive einfangen und später thematisieren und auswerten
- Essen fotografieren, Speiseplan, Ernährungsbezug -> was sind Bestandteile dieses Gerichts
- gemeinsame Erlebnisse protokollieren, Dokumentation
- Zeitung -> Verbindung mit Text -> kann Tätigkeiten nach Außen tragen
- aber auch Technik, Fotoapparat selbstgebaut, Lupe -> Bezug zu Auge usw.
Filme:
- aus Bildern, Higlight für Eltern -> Dokumetation
Audio/Diktiergerät:
- Stimme für Kinder unheimlich interessant! Wie sieht Stimme im Compter aus? Visualisierung sehr interessant für Kinder! Warum klingt sie anders? Wie nimmt man sie auf?
- Geräusche Jagd, Geräusche Nachbasteln oder Verknüpfungen suchen, was klingt wie Regen
- Sprache usw. im Audioprogramm verfremden, rückwärts abspielen
Digitale Bilderrahmen:
- vor allem für Eltern und Kidner schön als Dokumentation
Computerspiele:
- wenig Wert darauf gelegt, sehr negativ betrachtet, Potenziale werden nciht gesehen
- Kinder sind an Spielen nicht interessiert, verlangen nicht danach
- Meinung: Lernspiele gehören nicht in Alltag der Kita
->warum nicht Verknüpfung -> Kartenarbeit pflanzen
- Kreuzworträtsel
aufbauend auf den Diskussionen der ersten Workshopphase:
PART 2
:
Gruppenarbeit
1. Gruppe: Warum Medienbildung?
- zeitnahes Thema, gesellschaftliches Erfordernis, Kulturtechnik, ständig damit konfrontiert, Medienkompetenz-> kritischer refflektierter Umgang, Kreativität -> nutzen von Medien, bewusster Einsatz
- Mediebbildung im Berliner Bildungsprogramm verankert
- Spaß, Lernfaktor
- Medien erleichtert Arbeit, Vernetzung von Wissen, Menschen
- Technik und Medien entwickeln sich rasant, Mensch versucht hinterhezukommen
- veränderte Lerngewohnheiten und -techniker der Kinder und Jugendlichen
- Computer als nee Methode, vielfalt in Methoden, Spaß und Nachhaltig
- moderne Kommunikationsmittel, inaltliche (ein Inhalt auf verschiedensten Medien) und technische (multifunktionale Geräte -> Handy) Medienkonvergenz
- Was wird bezweckt mit Medien, kritischer Umgang
-> Überleitung:
2. Gruppe: Was ist Medienkompetenz?
Kompetenz:
- Einsatz von Medien in Kita und Schule
- selbständiges Arbeiten, sich fortbilden
- verantwortungsbewusstes Arbeiten, was ist günstig für welchen Zweck, Zeitmaß
- anwedungsbezogenes Wissen bezogen auf Hard- udn Software
bezogen auf:
Medien:
- verschiedene Kulturen, Sprache, Bild, Ton usw
3. Gruppe: Anknüpfungspunke:
Lebenswelt vs. Bildungsinhalte
- Spielkonsolen, Spiele, Selbstwahrnehmung, Fernsehen, Weltgeschehen
vs.
- Sprache, Umwelt/Soziales, Bewegung, Gesundheit, Musik/Kunst usw.
-> Reflektion in der Selbsttätigkeit
Ergebnisse/Zusammenfassung der Arbeit in den Workshops
- Kinder freien Lauf lassen, womit wollen sich sich beschäftigen, was sind ihre Assoziationen und das aufgreifen und ausbauen
- Kinder in Expertenrolle schlüpfen lassen
- Verflechtungen zwischen Natur und Medien
- Kinder selber machen lassen, wie Medien einsetzen
grundlegende Erkenntnisse (10 Punkte):
- Sich Bedürfnissen der Digital Natives anpassen -> kein Widerspruch
Selbstdefinierte Zielstellungen der Workshopgruppe zur nachhaltigen Vernetzung über den Fachtag hinaus:
- Was nehmen die Teilnehmenden mit aus der Veranstaltung, was haben sie sich erwartet -> Netzwerkpflege? Wie umsetzen?
- Teilnehmenden fehlt Plattform zum Austausch -> gerade nachdem man Wissen hat setzen lassen möchte man vielleicht Ideen entwickeln und sucht Kooperationspartner, Unterstützung und Gleichgesinnten
- manchen, medienaffinen bzw. medienpädagogisch arbetenden Teilnehmenden fehlen neue Aspekte, sagen vieles wiederholt sich...
- Medien und Musik -> wird sich gewünscht als Projekt
-> Kooperationsverträge Kita/Schule als wichtiger Punkt
Wie, Wer, Wann, Welche Unterstützung wird hierfür benötigt?:
- Elternabende druchführen
- Technische Unterstützung wird gesucht -> Medienkomptenzzentrum
- Schulversionen von Programmen sind oft günstiger, zudem gibt es eine Menge Freeware zum kostenlosen Download, die mitunter auch über einen beachtliche Funktionsumfang verfügen
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