Ergebnisse des Workshops "Kooperationen für die Medienbildung – Vernetzung zwischen Kita und Schule"

Protokollant/in:  Fr. Mitzschke
Moderator/in: Fr. Wolff
 
Ergänzende Fragestellung(en) des Plenums zum Workshopthema
Zur Arbeit in den Workshop:
-Augenhöhe  Kita und Schule > Gleichberechtigung der Partner
- Institutionelle Unterschiede zwischen den Einrichtungen
- strukturelle Rahmenbedingungen aufbrechen mit Hilfe von Medienbildung?
- Schaffen von gemeinsamen kreativen Freiräumen
- Schulterschluß
Fragestellungen aus der jeweiligen Workshopgruppe:
  • > Vorbereitung auf die Schule: oftmals keine akzeptierte Vorschularbeit, daher u.a. folgende Fragen klären: wie arbeiten wir vor, Inhalte, Verbessungen um Koop. überhaupt durchsetzen zu können
  • > Wie Vernetzung (Unterricht, Nachmittagsbetreung, Zusammenarbeit zw. Erziehern und Träger) herstellen?
  • > Etablierung von Medienbildung in unerfahrenen Kitas 
  • > Anregungen zur Organisation der Vernetzung
  • > Wie die Effizienz der Zusammenarbeit steigern? Was muss dabei beachtet werden?
  • > Kooperation mit Einrichtungen zur Betreuung von Kindern nach der Schule?
  • > Wie "Maß der Dinge" finden, welche Kooperation ist möglich?
  • > Wie Kontakte zw. Kitas und Schulen stärken? Wie Kontakte aufbauen?
  • > Ansprechpartner bei der Aufnahme von Integrationskindern?
  • > Medienbereich in den Vordergrund rücken bzw. mehr einbinden, den Umgang mit Computern vermitteln, gezielte Förderung mit dem Computer, evtl. Computerspiele als Arbeit in der Gruppe 
Diskussionsverlauf (in Stichworten):
1 Erfahrungsaustausch in Gruppen (Kita, Schule):
zur Fragestellung/Methode:
  • Welche Erfahrungen mit Kooperation zwischen Kita und Schule sind vorhanden? Was wird gewünscht?
  • Was treibt die Einrichtungen an? Was wirkt sich negativ aus?
  • Wer/Was hilft? Wo wollen die Einrichtungen hin?
Ergebnisse:
Gruppe Kita:
-Ansporn sind die Kinder - Maßstab dessen, was erreicht werden soll, Kinder sollen Vertrauen in die Partner entwickeln
 
Hinderlich:
-Akzeptanz beiderseits nicht vorhanden, da evtl. auch zu wenig Wissen übereinander vorhanden
-Kinder werden in verschiedene Schulen eingeschult - Koop. schwierig
-Ansprechpartner? Viele Eltern/Koop.partner wissen nicht, welchen Stellungwert Erzieher haben > können wir diese ansprechen, wer fühlt sich verantwortlich?
 
Unterstützung: 
-Schulräte vertreten gegenüber den Schulen
-regionale Arbeitsgruppen werden gebildet (Vertreter aus beiden Gruppen) - Treffen von Vereinbarungen über Kooperationen/-strukturen
-Fragebogenaktion (gute Bsp. für Koop., wo Unterstützung erwünscht?)
-Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut
 
gut angenommen werden: Regionale Infoveranstaltungen für Eltern (Eltern können Fragen stellen, werden von vers. Vertretern informiert)
 
Gruppe Schule:
Probleme:
- Kinder werden "verschult", ganztägiges Arbeiten, dürfen nicht mehr "Kind sein"
- fehlender Übergangsbeauftragter (auf Anforderung der Kitas), keine Information der Eltern über die Verfahrensweise Übergang Kita-Schule
- zu späte Schulanmeldungslisten (vom Schulamt)
- fehlendes Personal, Finanzen?
- nicht aufeinander abgestimmte Bildungskonzepte, sporadische Weiterbildungsangebote
- Kooperationsverträge sowie Ansprechpartner nicht vorhanden, kein Praxisbezug bei Festlegung von Kooperationsverträgen und -programmen
 
2 Wünsche - was ist möglich
  • > Kinderpartnerschaften per Mail
  • > gemeinsame Projekte
  • > Reportage zur Umgebung oder Schulweg
  • > gemeinsame Eltersarbeit zum Thema Medien
  • > altersunabhängige Interessen in Medienprojekten umsetzen - entwickelt von den Kindern
  • > regelmäßiger Erfahrungsaustausch aller Beteiligten
  • > Ansprechpartner zwischen Schulen und Kitas
  • > gemeinsame Projekte erarbeiten (nicht nur anbieten)
  • > gemeinsames medienpädagogisches Verständnis
  • > Zeit für Medienprojekte
  • > Unterstützung bei der Umsetzung von medienpädagogischen Projekten
  • > feste Vereinbarungen für Zusammenarbeit (feste Kooperationsverträge)
  • > Unterstützung und Verständnis der Eltern
Wie ist dies erreichbar?
  • offenes Gegenübertreten, Kontakte aufbauen und pflegen
  • gemeinsam einen Kooperationsvertrag gestalten, Bereitschaft für Koop.arbeit stärken, Schwerpunkte ausarbeiten
  • Ansprechpartner einrichten und publizieren
  • fachlicher Austausch und gemeinsame Sitzungen
  • Eltern einbinden (an Unterrichtsstunden teilnehmen, informieren)
  • Lernausgangsmaterial beim Übergang stärker nutzen- Kinder auf dem vorhandenen Wissensniveau "abholen", individuell schulen und fördern, eingehen auf die Kinder (Förderplan)
  • Jugendamt, Schulsozialarbeit am Koop. vertrag teilhaben lassen, Verantwortlichkeiten festlegen > Koordinieren aller Bereiche, die in Kooperation eingebunden sind/sein sollten
  • Unterstützung von Gremien sichern
gemeinsames Medienprojekt - was können Einrichtungen einbringen
(1. Schritt)?
  • Medienunterstütze Elternarbeit - Infoveranstaltungen mit Power Point Präsentation untermalen
  • Sozialorientiertes Arbeiten (Theater-Musikal-Projekt)
  • Trickfilme, Computerkompass
  • Wissen um Projektarbeit
  • Eltern sensibilisieren
  • Fortbildungsangebote weitergeben an Träger und Einrichtungen
  • Räume und Technik
  • Zusammenarbeit mit gleichartigen Einrichtungen - Offenheit
Lösungsansätze aus den Erfahrungen der Teilnehmer/innen des Workshops zu den gemeinsam erarbeiteten Fragestellungen:
  • keine Barrieren zwischen Schulen und Kitas
  • wenn Bedingungen nicht vorhanden sind, Hierarchien durchbrechen, Eigeninitiative von den Erziehern, ansprechen von möglichen Partnern
  • Besuche in Schulen - Information der Erzieher und der Eltern über die Betreuung, Schulablauf, Besonderheitern der Einrichtung u. ä.
  • Verteilen von Beobachtungsbögen von den Schulen an Kitas, damit diese die Eigenheiten/Spezifika der Kinder einordnern und die Kinder entsprechend in die Schulklassen vertreilt werden - Entstehung eines Vertrauensverhältnisses zwischen Schulen und Kitas (Hauptziel > Kinder sollen ihr Umfeld kennen lernen)
  • Schulsozialarbeiter (evtl. +Erzieher+Lehrer) gehen in die Kitas und schauen sich "Problemkinder" an, die zukünftig an die Schulen kommen wollen
  • Wichtig: ständige Evaluierung und Entwurf von Steigerungsformen der Kooperation, Erfahrungsaustausch
Ergebnisse/Zusammenfassung der Arbeit in den Workshops
grundlegende Erkenntnisse (10 Punkte):
Was nehme ich mit?
- das gute Gefühl auf dem "richtigen Weg" zu sein
- Zusammengehörigkeit
- funktionierende Ideen und Anregungen zur Nutzung vorhandener Ressourcen
- Durchsetzungskraft, Kontinuität, Durchhaltungskraft
- Initiative ergreifen, Stärkung der eigenen Position, Kraft für die Zukunft
- neue Ziele/Aufgabengebiete 
 
Erkenntnis: Kooperation zahlt sich aus! Profiliertung der Einrichtungen ist essentiell für den Fortbestand.
 
weitere Fragestellungen / Diskussionsanregungen:
Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um Kooperation/Vernetzung zu gewährleisten (Stichwort Bildungspolitik)?
 
Selbstdefinierte Zielstellungen der Workshopgruppe zur nachhaltigen Vernetzung über den Fachtag hinaus:
- vorhandene Ressourcen nutzen
- Ideen, die aus dem Fachaustausch gewonnen worden, umsetzen (übernehmen/modifizieren)
- Ansprechpartner werden bzw. einen aktiven Beitrag zur Etablierung von Kooperationsstrukturen leisten

 
 
Wie, Wer, Wann, Welche Unterstützung wird hierfür benötigt?:
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